Zum Gelingen einer Therapie braucht es eine gute tragfähige Beziehung, ein realistisches Ziel und ein passendes Ritual.

Therapieablauf

Im Erstgespräch lernen wir uns kennen und klären  Anliegen und Form der Zusammenarbeit (siehe auch "Ihr Weg zu mir"). Die Schilderung ihres Anliegens kann bereits erste Hinweise auf ein Erklärungsmodell geben und das weitere Vorgehen bestimmen. Oft wissen Patienten nach einer Sitzung, ob sie weitermachen möchten.

Im weiteren Verlauf werden notwendige  biographische Aspekte erhoben. Je nach Problemstellung und Ziel kommen Gesprächsführung, kognitive Techniken, Üben von inneren Dialogen, Hausaufgaben, Entspannungsmethoden, Imaginationsübungen und Hypnotherapie zum Einsatz. Manchmal kann auch die Bearbeitung von Träumen den Zugang zu sich selbst erweitern.

Angeregt durch die entstandenen  Ideen und Vorschläge setzen sie neues Verhalten in ihrem Alltag um (Probehandeln). Im  Prozess passen wir immer wieder das Vorgehen an bereits erreichte und neue Ziele an.

Wie lange eine Therapie dauert ist individuell verschieden: oft können lösungsorientierte Kurzzeittherapien mit wenigen Sitzungen helfen. Manchmal ist es sinnvoll zu pausieren, um die Effekte im Alltag zu überprüfen und zu einem späteren Zeitpunkt erneut einzusteigen. In anderen Fällen ist eine Langzeittherapie über einen längeren Zeitraum sinnvoll.

 

Beziehung

Die therapeutische Beziehung ist die besondere Art der zwischen-menschliche Begegnung, die  den Veränderungsprozess ermöglicht und begleitet. Sich in einer akzeptierenden und angstfreien  Beziehung mitzuteilen, regt eine kraftvolle und förderliche Auseinandersetzung mit sich selbst an.

Therapieziel

Keine Therapie ohne Auftrag

Bei der individuellen Zielanalyse gilt es, übergeordnete Ziele in möglichst verhaltensnahe und umsetzbare Teilziele zu übersetzen.

Im Therapieprozess verändert sich oft das Verständnis der Störung und dann auch Aspekte der angestrebten Lösungen.

Verhaltenstherapie

Unser Leben ist durch Lernvorgänge geprägt. 

Gute und schlechte Erfahrungen verstärken Verhaltensweisen oder schwächen sie ab. Verhaltenstherapie ermöglicht, Neues auszuprobieren und sich bisher vermiedenen Situationen zu stellen.

Die kognitive Verhaltenstherapie versucht gedankliche Muster und innere Glaubenssätze zu finden und zu verändern. z.B. bei Selbstwert-problemen den Dialog mit dem inneren Kritiker anders zu führen oder positive und nachsichtige Selbstsuggestionen zu entwickeln.

Viele Symptome entstehen aufgrund von unpassenden Strategien und zu wenig Handlungsalternativen. 

Passende, effektive Strategien der Lebensbewältigung kann man lernen.

Wir Menschen gewöhnen uns an unsere Lebensbedingungen, das ist oft gut und richtig. Langsame Veränderungen oder gleichbleibende Zustände können uns aber schaden oder behindern, ohne das wir das bewusst wahrnehmen (eine schlechte Beziehung wird einem erst dann bewusst, wenn man sie hinter sich hat). Solche "Betriebsblindheiten" sollen in der Therapie erkannt und aufgelöst werden. 

Hypnotherapie

Hypnose beruht auf der Fähigkeit des Gehirns seine Aktivität situations-gerecht zu steuern, so dass bestimmte Bereiche hochaktiv sind, während andere Bereiche in ihrer Aktivität heruntergeregelt werden. Hypnose ist also ein natürlicher Zustand. 

Oft ist man als Patient ratlos, wieso sich bestimmte Symptome und Störungen entwickelt haben. Tatsächlich hat aber ein anderer Teil unseres Gehirns, den wir als Unbewusstes bezeichnen, genaue Informationen über das, was die Beschwerden ausgelöst hat. Dieses unbewusste Wissen nutzen wir für die Diagnostik der Probleme.

Menschen, die Hilfe suchen, sind oft in festgefahrenen Denk- und Verhaltensmustern verfangen, die ihnen  nicht ermöglichen, angemessene Lösungen für die anstehenden Probleme zu finden.

In Trance werden kreative Bereiche des Gehirns angesprochen, die ein Wissen über Lösungsmöglichkeiten besitzen, welches über den bewussten Verstand hinausgeht. Das kann Menschen befähigen, sich von negativen und einschränkenden Suggestionen zu lösen und zu erfahren, was ihnen möglich ist.

In Trance ist der Zugang zu Erinnerungen, Vorstellungen über körperliche Heilungsprozesse und veränderten Verhaltensweisen durchlässiger und offener für Suggestionen, so dass Inhalte neu verknüpft und anders bewertet werden können.

Die meisten Menschen sind für Hypnotherapie ausreichend suggestibel, da bereits leichte bis mittlere Trancetiefen ausreichen. 

 

Zwischen Problem und Tatsache unterscheiden 

Nicht alle Probleme, unter den Menschen leiden, haben sie selbst geschaffen. Oft sind Rahmenbedingungen problematisch oder entsprechen nicht den menschlichen Bedürfnissen, sie passen einfach nicht zur Person. Therapie oder Beratung kann sie unterstützen, sich mit bestehenden Bedingungen, vielleicht auch vorübergehend,  zu arrangieren und sich an diese anzupassen. Rahmenbedingungen sind aber  veränderbarer als man annimmt, gemeinsam kann ausgelotet werden inwieweit das möglich ist. In anderen Fällen geht es eher darum, jemanden zu befähigen, sich nach Alternativen umzuschauen, um das System, unter dem er leidet zu verlassen.

 

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